Besuch bei Ellers Montagen – Präzision im ecopark | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Besuch bei Ellers Montagen – Präzision im ecopark

Einblicke in die Arbeit eines regionalen Montagebetriebs erhielten kürzlich Bürgermeister Michael Fischer, der Erste Gemeinderat Bernd-Michael Lüske sowie der Geschäftsführer des ecoparks, Uwe Haring, bei einem Besuch der Firma Ellers Montagen. Bei dem Austausch informierte Geschäftsführer Florian Ellers gemeinsam mit Reinhard Ellers über die geplante Entwicklung des Betriebs sowie den Umfang und die Herausforderungen der täglichen Montagearbeit.

Ob Industriehallen, Gewerbebauten oder andere moderne Bauwerke: Stahlkonstruktionen sind ein zentraler Bestandteil zahlreicher Gebäude. Genau auf diesen Bereich hat sich das im ecopark ansässige Unternehmen spezialisiert. Mit der fachgerechten Montage von Stahlkonstruktionen sowie der Installation von Dach- und Wandelementen leistet Ellers Montagen einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung unterschiedlichster Bauprojekte. Damit Hallen, Gewerbebauten oder Industrieanlagen termingerecht entstehen, sind spezialisierte Montageteams gefragt. Bei Ellers Montagen sorgt ein Team aus sechs Monteuren dafür, dass die anspruchsvollen Arbeiten zuverlässig und fachgerecht ausgeführt werden. Der Geschäftsführer betont, dass dem gezielten Anlernen in diesem Berufsfeld eine besondere Bedeutung zukommt, da der Beruf des Monteurs kein eigenständiger Ausbildungsberuf ist. Viele Mitarbeiter starten zwar mit handwerklichem Geschick und technischem Interesse, entwickeln ihr Fachwissen jedoch erst durch praktische Erfahrung sowie einer intensiven Einarbeitung im Arbeitsalltag.

Für einen sicheren und effizienten Einsatz auf den Baustellen verfügt das Unternehmen über einen umfangreichen eigenen Fuhrpark. Ein Autokran, zwei Arbeitsbühnen, Teleskopbühnen und ein Manitou-Teleskoplader gehören zur technischen Ausstattung des Unternehmens. Die eigene Technik erspart dem Unternehmen nicht nur hohe Mietkosten, sondern sorgt auch für eine hohe Flexibilität bei den Einsätzen.

Wie viele andere Unternehmen stellt die derzeitige Situation auch Ellers Montagen vor verschiedene Herausforderungen. Neben den gestiegenen Kraftstoffpreisen, die aufgrund der regelmäßigen Anfahrten zu den Baustellen eine wichtige Rolle spielen, spürt die Branche auch den Wettbewerb durch ausländische Unternehmen. Diese können aufgrund teilweise geringerer Lohn- und Nebenkosten bei Ausschreibungen häufig günstiger anbieten und erhalten dadurch vermehrt Aufträge.

Trotz dieser Rahmenbedingungen ist die Auftragslage des Unternehmens gut. Anfragen erreichen Ellers Montagen aus allen Richtungen der Region. Das Einsatzgebiet erstreckt sich in der Regel auf einen Umkreis von rund 100 Kilometern und dank der eigenen technischen Ausstattung sowie der flexiblen Einsatzplanung kann der Betrieb Bauvorhaben in diesem Radius zuverlässig und termingerecht betreuen. Je nach Größe des Projekts sind die Montageteams dabei häufig vier bis sechs Wochen auf einer Baustelle im Einsatz.

Für die weitere Entwicklung des Unternehmens gibt es verschiedene Ansätze. Ellers Montagen möchte sich in den kommenden Jahren gezielt weiterentwickeln und dabei auch neue Möglichkeiten und Geschäftsfelder prüfen. Welche Richtung dabei langfristig eingeschlagen wird, soll sich Schritt für Schritt entwickeln. Im Vordergrund steht für Florian Ellers ein gesundes und nachhaltiges Wachstum, bei dem die Qualität der Arbeit, die Zuverlässigkeit und der persönliche Kontakt zu den Kunden erhalten bleiben.

Florian Ellers betont jedoch, dass das Unternehmen zwar zeitnah wachsen möchte, dabei jedoch keinen unnötigen Druck aufbauen wolle. Statt einer zu schnellen Expansion bevorzuge er, „langsam und gesund“ zu wachsen.

Die Verwaltungsspitze aus Emstek interessiert sich jedoch nicht nur für Strukturen, Abläufe und Prozesse der örtlichen Unternehmen. Für sie ist es auch von besonderer Bedeutung, von Herausforderungen und Problemen, aber auch von Wünschen und Verbesserungsvorschlägen der Verwaltung und Politik zu erfahren, da nur so das Miteinander von Gemeinde und Unternehmen stetig verbessert werden kann – denn wie sagte einst der Dichter Johann Wolfgang von Goethe: „Man gewinnt immer, wenn man erfährt, was andere von uns denken“.

Aus diesem Grund wollten sie im Rahmen ihres Besuches von dem Geschäftsführer wissen, welche Herausforderungen er in seinem Geschäftsbereich sieht und was er sich seitens der Gemeinde Emstek wünschen würde:

Frage 1: Wie ist die Situation in Eurer Branche aktuell? Was ist momentan ein großer Vorteil und was ein Nachteil?

„Die Auftragslage in unserer Branche ist grundsätzlich weiterhin gut. Ein großer Vorteil für uns ist, dass qualifizierte und zuverlässige Montageleistungen nach wie vor stark gefragt sind. Gerade durch unseren eigenen Maschinen- und Fuhrpark können wir sehr flexibel reagieren und viele Leistungen aus einer Hand abdecken.

Eine Herausforderung ist allerdings der zunehmende Preisdruck. Wir stehen teilweise im Wettbewerb mit Unternehmen, die aufgrund anderer Lohn- und Kostenstrukturen deutlich günstiger anbieten können. Für uns ist deshalb wichtig, nicht ausschließlich über den Preis zu kommen, sondern über Qualität, Zuverlässigkeit, Flexibilität und gut ausgebildete Mitarbeiter.“

Frage 2: Vor welchen Herausforderungen wird Euer Unternehmen in den nächsten 5 Jahren stehen?

„Eine der größten Herausforderungen wird sicherlich sein, weiterhin gute und motivierte Mitarbeiter zu finden und langfristig an unser Unternehmen zu binden. Gleichzeitig möchten wir Ellers Montagen in den kommenden Jahren gesund und nachhaltig weiterentwickeln.

Dabei geht es uns nicht darum, möglichst schnell möglichst groß zu werden. Wir möchten Schritt für Schritt wachsen, unsere Strukturen weiterentwickeln und uns dabei auch neue Möglichkeiten für die Zukunft offenhalten. Wichtig ist mir vor allem, dass wir trotz unserer Weiterentwicklung die Qualität unserer Arbeit, unsere Zuverlässigkeit und den persönlichen Kontakt zu unseren Kunden beibehalten“

Frage 3: Was verbindet Euer Unternehmen und Euch persönlich mit der Gemeinde Emstek?

„Ellers Montagen ist ein regional verwurzeltes Familienunternehmen. Mit unserem Standort im ecopark haben wir in der Gemeinde Emstek sehr gute Voraussetzungen für die weitere Entwicklung unseres Unternehmens gefunden.

Für mich persönlich ist es wichtig, das Unternehmen hier in der Region weiterzuführen und weiterzuentwickeln. Viele unserer Mitarbeiter, Geschäftspartner und Kunden kommen aus der näheren Umgebung. Deshalb fühlen wir uns nicht nur wirtschaftlich, sondern auch persönlich mit der Region und der Gemeinde verbunden.“

Frage 4: Was erwartet Ihr von Politik und Verwaltung der Gemeinde Emstek?

„Von Politik und Verwaltung wünsche ich mir vor allem weiterhin kurze Wege, offene Ansprechpartner und pragmatische Lösungen. Für Unternehmen ist es wichtig, bei Investitionen oder betrieblichen Veränderungen schnell verlässliche Aussagen zu bekommen.

Ich finde deshalb auch den direkten Austausch zwischen Gemeinde und Unternehmen sehr wichtig. Wenn Verwaltung und Wirtschaft miteinander sprechen und die jeweiligen Herausforderungen kennen, können viele Dinge einfacher und schneller gelöst werden.“

Frage 5: Ihr habt einen Wunsch frei: Was würdet Ihr in Deutschland einführen, abschaffen oder verändern?

„Ich würde mir deutlich weniger Bürokratie und mehr Vertrauen in die Unternehmen wünschen. Gerade kleinere und mittelständische Betriebe verbringen inzwischen sehr viel Zeit mit Dokumentationspflichten, Nachweisen und immer neuen Vorgaben.

Natürlich brauchen wir Regeln und Standards – gerade bei Themen wie Arbeitssicherheit und fairen Arbeitsbedingungen. Aber sie sollten verständlich, praxisnah und mit vertretbarem Aufwand umsetzbar sein. Unternehmer sollten wieder mehr Zeit dafür haben, sich um ihre Mitarbeiter, Kunden und die eigentliche Arbeit zu kümmern. Davon hätten am Ende nicht nur die Unternehmen, sondern auch die Beschäftigten und die gesamte Wirtschaft etwas.“

Foto v. l.: Uwe Haring, Bürgermeister Michael Fischer, Florian Ellers, Reinhard Ellers, Erster Gemeinderat Bernd-Michael Lüske

Text/Foto: Averbeck