Gemeinde Emstek stellt Ergebnisse der Kommunalen Wärmeplanung vor | Aktuelle Nachrichten und Informationen

EWE NETZ begleitet Emstek – Ziel: klimafreundliche Wärmeversorgung bis 2040

Gemeinde Emstek stellt Ergebnisse
der Kommunalen Wärmeplanung vor

• Wärmenetz-Potenziale im Ortskern, ecopark und Gewerbegebiet identifiziert
• Chancen dank Biogas, Abwärme und erneuerbare Energien
• Transparente Orientierung für Bürgerinnen und Bürger zur künftigen Wärmeversorgung

Emstek, März 2026. Die Gemeinde Emstek hat gemeinsam mit dem Energienetzbetreiber EWE NETZ die Kommunale Wärmeplanung abgeschlossen und die Ergebnisse nun vorgestellt. Der Wärmeplan liefert die strategische Grundlage für eine treibhausgasneutrale Wärmeversorgung bis 2040 und zeigt auf, welche zentralen und dezentralen Lösungen für eine sichere und nachhaltige Energiezukunft in Emstek sinnvoll sind.

„Mit der Kommunalen Wärmeplanung haben wir eine fundierte Grundlage geschaffen, um die Wärmewende in Emstek aktiv zu gestalten“, sagt Bürgermeister Michael Fischer. „Uns ist wichtig, den Bürgerinnen und Bürgern Orientierung zu geben und ihnen aufzuzeigen, welche Technologien künftig besonders geeignet sind.“

Potenzial für Wärmenetze und erneuerbare Energien

Die Analyse zeigt Potenziale für Wärmenetzlösungen in mehreren Bereichen der Gemeinde – insbesondere im Ortskern Emstek, im ecopark sowie im Gewerbegebiet Wilhelm-Bunsen-Straße.

Diese Gebiete weisen
· einen hohen Wärmebedarf und
· mögliche Energiequellen wie zum Beispiel Biogas-BHKW oder Abwärme aus Gewerbebetrieben auf - zentrale Voraussetzungen für wirtschaftliche Wärmenetze.

Darüber hinaus bietet die Nutzung erneuerbarer Energien wie Wärmepumpen oder Solarthermie zusätzliche Möglichkeiten, um Emsteks Wärmeversorgung unabhängiger und klimafreundlicher aufzustellen.

„Unser Ziel ist es, Emstek dabei zu unterstützen, frühzeitig tragfähige Entscheidungen zu treffen – ob beim Aufbau möglicher Wärmenetze oder bei der Stärkung dezentraler Lösungen wie Wärmepumpen. Die Planung schafft Transparenz darüber, wo sich Investitionen langfristig lohnen, und hilft damit sowohl der Kommune als auch den Bürgerinnen und Bürgern, ihren individuellen Beitrag zur Wärmewende sicher und wirtschaftlich zu gestalten”, sagt Alexander Grote, Projektleiter Kommunale Wärmeplanung bei EWE NETZ.

Konkrete Maßnahmen für die nächsten Jahre

Die Wärmeplanung benennt sechs Maßnahmen, die ab Veröffentlichung des Abschlussberichtes innerhalb von fünf Jahren anzustoßen sind. Dazu gehören unter anderem:

1. Prüfung eines Wärmenetzes im Ortskern Emstek (39 Objekte, Wärmebedarf circa 2,9 GWh)

2. Prüfung eines Wärmenetzes im ecopark (Wärmebedarf > 6 GWh, inklusive Abwärme-Optionen)

3. Prüfung eines Wärmenetzes im Gewerbegebiet Wilhelm-Bunsen-Straße

4. Energieeffizienzsteigerung und regenerative Energien für kommunale Gebäude

5. Bürgerinformation zu Sanierung und Heizungstausch

6. Austausch mit Betreibern von Biogasanlagen zur künftigen Einsatzmöglichkeit von Biogas und Biomethan

Was bedeutet das für Bürgerinnen und Bürger?

Die Kommunale Wärmeplanung schreibt niemandem eine Heiztechnologie vor. Sie zeigt vielmehr, welche Lösungen lokal besonders sinnvoll erscheinen – z. B. Wärmenetzanschluss oder individuelle, dezentrale Systeme wie Wärmepumpen. Damit bietet sie eine transparente Entscheidungshilfe für Modernisierungen und Investitionen in den kommenden Jahren.

Wie geht es weiter?

Die Gemeinde Emstek plant folgende nächste Schritte:

· Gemeinderatsbeschluss: 18. März 2026

· Veröffentlichung des Abschlussberichts: April 2026

· Bürgerinformationsveranstaltung: 2. Quartal 2026

Mit dem Beschluss hat sich die Gemeinde vorgenommen, Maßnahmen aus dem Wärmeplan in den in den nächsten fünf Jahren anzugehen.