Vom Mut zur Pommes - Neueröffnung der Emsteker „Filiale Rot Weiß“ | Aktuelle Nachrichten und Informationen

Vom Mut zur Pommes - Neueröffnung der Emsteker „Filiale Rot Weiß“

Der frisch eröffnete Imbiss „Filiale Rot Weiß“ erhielt den Förder­bescheid aus dem KMU-Förderprogramm des Landkreis Cloppenburg und der beteiligten Kommunen. Der Landkreis Cloppenburg bietet in Kooperation mit den kreisangehörigen Städten und Gemeinden seit 2014 das eigene „KMU-Förderprogramm“ an. Landkreis und Kommunen gewähren kleinen und mittleren Unternehmen zur Durchführung von betrieblichen Investitionen nichtrückzahlbare Zuschüsse. Die Wirtschaftsförderung des Landkreises Cloppenburg begleitet dieses Verfahren. Ziel ist es, Arbeitsplätze in den Städten und Gemeinden zu schaffen, zu sichern und die Eigenkapitalbasis von Gründern, kleinen Unternehmen und Nachfolgeunternehmen zu stärken.

Nach ein paar Hindernissen und langem Warten kann Christian Bieder seinen Imbiss am Mühlencenter endlich eröffnen. Bürgermeister Michael Fischer und der Erste Gemeinderat Bernd Michael Lüske werden freundlich empfangen und gleich mit dem einladenden Angebot der Speisekarte begrüßt. Neben Pommes, Burgern und weiteren Imbiss-Klassikern erfahren sie mehr über den Aufbau des Zweimannbetriebes und die Herausforderungen, die oft scheinbar einen Strich durch so manche Rechnung machen wollten. Besonders schwer sei es gewesen, passende Handwerker zu finden, die das nötige Fachwissen mitbringen und deren Arbeit innerhalb des gesetzten Zeitrahmens geschieht. Trotzdem konnte das kleine Unternehmen bereits Erfolge erzielen – ohne viel Werbung liefen die ersten Tage wirtschaftlich gut und der Imbiss kam gut am Standort und bei der Kundschaft an. Besonders auf Jugendliche ist die Speisekarte gut abgestimmt, sodass diese bereits einen Großteil der Kunden ausmachen. Auch konnte Christian Bieder einen neuen Arbeitsplatz schaffen, durch die Einstellung einer unterstützenden Servicekraft. „Auch wenn man für einen Imbiss kein Abitur braucht, benötigt dieser oft mehr Koordination als so viele denken.“, so der Inhaber, denn besonders vor dem bevorstehenden Forsythiensonntag in der Gemeinde Emstek ist der Respekt hoch. Obwohl sich bereits viel in dem Imbiss verändert hat und so manche Wand hochgezogen wurde, wird in den nächsten Wochen noch einiges ergänzt und gestaltet. Der Inhaber und auch die Gemeinde warten gespannt die Entwicklung des Imbisses ab und freuen sich auf viele weitere leckere Verköstigungen.

Bürgermeister Fischer freut sich über den Mut des Gründers, in der heutigen Zeit den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Er betonte, dass solches Engagement für die wirtschaftliche Entwicklung der Region von großer Bedeutung sei und freue sich über jedes Unternehmen, das mit neuen Ideen und Tatkraft vorangeht.

Die Verwaltungsspitze aus Emstek interessiert sich jedoch nicht nur für Strukturen, Abläufe und Prozesse der örtlichen Unternehmen. Für sie ist es auch von besonderer Bedeutung, von Herausforderungen und Problemen, aber auch von Wünschen und Verbesserungsvorschlägen der Verwaltung und Politik zu erfahren, da nur so das Miteinander von Gemeinde und Unternehmen stetig verbessert werden kann – denn wie sagte einst der Dichter Johann Wolfgang von Goethe: „Man gewinnt immer, wenn man erfährt, was andere von uns denken“.

Aus diesem Grund wollten sie im Rahmen ihres Besuches von den Jungunternehmern wissen, welche Herausforderungen sie in Ihrem Geschäftsbereich sieht und was sie sich seitens der Gemeinde Emstek wünschen würde:

Frage 1: Wie ist die Situation in Eurer Branche aktuell? Was ist momentan ein großer Vorteil und was ein Nachteil?
Vorteil: Klassischer Deutscher Imbiss scheint wieder auf dem Vormarsch zu sein.
Nachteil: Bei den Leuten sitzt das Geld nicht mehr so locker.

Frage 2: Vor welchen Herausforderungen wird Euer Unternehmen in den nächsten 5 Jahren stehen?
Kontinuität / mithalten mit den Mitbewerbern.

Frage 3: Was verbindet Euer Unternehmen und Euch persönlich mit der Gemeinde Emstek?
Aufgewachsen in der Gemeinde Emstek (Höltinghausen)

Frage 4: Was erwartet Ihr von Politik und Verwaltung der Gemeinde Emstek?
Zusammenarbeit und Unterstützung mit / für Privatpersonen und Geschäftsleuten.

Frage 5: Ihr habt einen Wunsch frei: Was würdet Ihr in Deutschland einführen, abschaffen oder verändern?
Die Bürokratie ändern bzw. vereinfachen. Zu hohen Mindestlohn abschaffen. Arbeitnehmer nach Leistung bezahlen.

Text/Foto: Chiara Boxhorn